Nach vielen Reisen in den Norden Europas, war ich im November zum ersten Mal ganz weit im Süden – auf Neuseelands Südinsel. In diesem Artikel gebe ich Tipps für eine Reise nach Neuseeland und zeige interessante Fotospots auf der Südinsel von Neuseeland.

Anreise nach Neuseeland

Von Deutschland aus gibt es mehrere Flugverbindungen nach Neuseeland. Ich bin mit der Fluggesellschaft Emirates von Frankfurt/Main aus über Dubai und Sydney nach Christchurch in Neuseeland geflogen. Eine weitere Verbindung bietet z.B. Singapore Airlines an, die dann nicht über Dubai, sondern über Singapore (Überraschung) führt.

Bei der Entscheidung für oder gegen eine Fluglinie sollte man nicht nur die Kosten und Gesamt-Reisezeit beachten, sondern ggfs. auch, welcher Flugzeugtyp eingesetzt wird. Ich habe zwar keinen direkten Vergleich zu anderen Flugzeugtypen auf Langstrecken, mir schien der Airbus A380 allerdings die komfortabelste Variante zu sein.

Unabhängig davon, ob man über Dubai oder Singapore fliegt, sollte man unbedingt die Einreise-Bestimmungen für Neuseeland, aber auch die Bestimmungen in Dubai und Singapore beachten. Zumindest bei einer Reise über Dubai gelten auch beim Umsteigen (!) besondere Regelungen der Vereinigten Arabischen Emirate, was z.B. die Mitnahme von Medikamenten angeht. Einen hilfreichen Blogbeitrag findet man dazu u.a. bei faszination-abu-dhabi.de.

Letzte Aktualisierung am 10.05.2019 / Affiliate Links* / Bild: Amazon

Unterkünfte und Mietwagen / Wohnmobil in Neuseeland

Neuseeland ist eigentlich ein ideales Land für eine Rundreise mit einem gemieteten Wohnmobil. Es gibt zahlreiche Anbieter, die vom Mini-PKW-Camper bis zum riesigen Wohnmobil alles vermieten. Man sollte wirklich frühzeitig buchen, um noch ein passendes Wohnmobil zu bekommen. Die bekanntesten Anbieter sind Jucy, Britz, Maui, Apollo und der deutsche Vermieter Wendekreisen. Es gibt in Neuseeland zahlreiche Campingplätze und “wildes Camping” ist an vielen Orten erlaubt (geeignetes Wohnmobil mit Frischwasser, WC und Abwassertank vorausgesetzt).

Wer eine Rundreise mit dem PKW machen möchte sollte ebenfalls frühzeitig die Unterkünfte (mindestens 6 Monate vorher, besser früher) buchen und sich um einen Mietwagen kümmern. An den Flughäfen gibt es die auch hier bekannten Autovermieter, aber auch den mir bis dahin unbekannten Anbieter “Ezi“, mit dem ich selbst sehr gute Erfahrungen gemacht habe (zusätzlichen internationalen Führerschein ausstellen lassen – der deutsche Führerschein alleine reicht nicht).

Die beste Reisezeit für Neuseeland

Die beste Reisezeit für Neuseeland hängt natürlich davon ab, was man sehen und erleben möchte. Neuseeland ist allgemein relativ mild – es gibt weder im Winter extreme Kälte, noch extreme Hitze im Sommer. Die wärmsten Monate sind Januar und Februar, am kältesten ist es im Juli. Ich war selbst im November dort, also im Frühling Neuseelands und hatte (bis auf wenige Tage) sehr angenehme Temperaturen um 15-20 Grad. Aber Vorsicht: Die Sonneneinstrahlung ist in Neuseeland extrem intensiv, also unbedingt eine gute Sonnenbrille und Sonnenschutz für die Haut einpacken.

Letzte Aktualisierung am 10.05.2019 / Affiliate Links* / Bild: Amazon

Fotospots in Neuseeland (Südinsel)

Vor der Reise nach Neuseeland habe ich viele Fotolocations herausgesucht und bei Google Maps gespeichert. Ich habe in den zwei Wochen in Neuseeland viele der folgenden Spots selbst besucht – alle sind jedoch in so kurzer Zeit nicht zu schaffen. Natürlich gibt es in Neuseeland viele weitere tolle Orte und Sehenswürdigkeiten.

Lake Tekapo

Google Maps
Lake Tekapo ist ein ehemaliger Gletschersee und insbesondere für die tolle tükisartige Färbung des Wassers bekannt. Am südlichen Ende des Sees befindet sich die sehenswerte Good Shepherd Kirche, die an der Hauptstraße ausgeschildert ist.

Lake Pukaki & Mount Cook National Park

Google Maps
Auch Lake Pukaki hat durch das Gletscherwasser eine sehr interessante türkis-Färbung. Am “Peter’s Lookout” hat man einen tollen Ausblick über den See. Folgt man der Straße am See entlang, gelangt man zunächst zum Mount Cook Airport, von wo aus man Rundflüge über den Mount Cook national park mit Helikoptern oder kleinen Flugzeugen machen kann.

Der bekannte Wanderweg “Hooker Valley Track” beginnt ganz am Ende der Straße und führt zum Hooker Lake mit Aussicht auf den Gletscher und Mount Cook (höchster Berg Neuseelands).

Hängebrücke am Hooker Valley Track (Wanderweg)
Hängebrücke am Hooker Valley Track (Wanderweg)

Lake Wanaka / “The Wanaka tree”

Google Maps
Eines der bekanntesten Fotomotive in Neuseeland ist der “Wanaka Tree”. Der einzelne Baum steht im Wasser vor einer tollen Kulisse aus (je nach Jahreszeit) noch schneebedeckten Bergen. Hier ist je nach Tageszeit sehr viel los – also möglichst früh vor Ort sein, um einen guten Platz zum Fotografieren zu bekommen. Nach dem Fotografieren empfehle ich ein Frühstück oder Mittagessen bei Kai Whakapai in Wanaka.

Lake Wakatipu

Google Maps
Im Ort Glenorchy am Lake Wakatipu gibt es eine Ladungsbrücke, die ein interessantes Motiv sein kann. Auf dem Weg von Queenstown nach Glenorchy gibt es kurz vor Creighton außerdem eine Haltebucht direkt am Ufer des Sees, von der aus man einen tollen Blick auf den See hat.

Ausblick am Lake Wakatipu
Ausblick am Lake Wakatipu

Moke Lake

Google Maps
Moke Lake erreicht man von Queenstown aus in etwa 20 Minuten mit dem Auto. Der See liegt landschaftlich sehr schön umgeben von Bergen. Am Ufer befindet sich ein Campingplatz.

Duniden (Sandfly bay)

Google Maps
In der Nähe des Ortes Duniden befindet sich die “Sandfly”-Bucht mit einem tollen Strand und Dünen. Hier kann man Seehunde und Pinguine beobachten, denen man allerdings nicht zu Nahe kommen sollte.

Nugget Point lighthouse

Google Maps
Der Leuchtturm befindet sich an der Ostküste von Neuseeland in der Nähe des kleinen Ortes Kaka Point. Man erreicht den Leuchtturm in ca. 20 Minuten zu Fuß über einen Kiesweg vom Parkplatz aus.

Nugget Point Lighthouse bei Sonnenuntergang
Nugget Point Lighthouse bei Sonnenuntergang

Waipapa Point Lighthouse

Google Maps
Ein weiterer Leuchtturm befindet sich ganz im Süden bei Otara. Den Leuchtturm erreicht man in wenigen Minuten zu Fuß vom Parkplatz aus. Mit etwas Glück kann man hier Seelöwen beobachten.

Lake Te Anau

Google Maps
Eine tolle Aussicht auf den Lake Te Anau hat man am Marakura Yacht Club, wo sich ein Steg befindet, den man als interessanten Vordergrund im Bild nutzen kann.

Steg am Lake Te Anau
Steg am Lake Te Anau

Lake Marian

Google Maps
Lake Marian liegt auf dem Weg nach Milford Sound. Man kann vom Lake Marian Trail Parkplatz aus eine etwa 20 minütige Wanderung zu Wasserfällen unternehmen oder weiter bis zum See laufen. Bei Instagram und 500px.com findet man einige schöne Fotos des Sees und auch der Wasserfälle. Leider hat die Zeit bei meinem Aufenthalt in Neuseeland nicht gereicht um Lake Marian bzw. die Wasserfälle zu besuchen.

Milford Sound

Google Maps
Milford Sound ist neben dem “Wanaka Tree” sicherlich einer der meist-fotografierten Orte in Neuseeland. Die lange Fahrt nach Milford Sound lohnt sich, allerdings sollte man auf die “Sandlies” vorbereitet sein, die u.a. auch dort in großer Zahl auftreten. Gegen Sandflie-Bisse hilft eigentlich nur ein konsequentes Abdecken aller sichtbaren Hautflächen – also Hände/Arme (dünne Handschuhe + lange Ärmel), Kopf (Kopfnetz gegen Mücken) und Knöchel (Socken). Nach Sonnenuntergang verschwinden die Sandflies langsam und kommen erst zum Sonnenaufgang zurück.

Fotospot in Neuseeland: Milford Sound
Fotospot in Neuseeland: Milford Sound

Letzte Aktualisierung am 10.05.2019 / Affiliate Links* / Bild: Amazon

Lake Matheson

Google Maps
Die Wanderung zum Lake Matheson dauert vom Parkplatz aus etwa eine Stunde. Je nach Wetter spiegelt sich Mount Cook, der höchste Berg Neuseelands, im Wasser des Sees, was ein wirklich tolles Fotomotiv ergibt (vergl. z.B. dieses Bild bei 500px.com). Leider hat meine Zeit auch hier nicht gereicht um dort selbst zu Fotografieren.

Lake Kaniere

Google Maps
Lake Kaniere erreicht man in ca. 20 Minuten mit dem Auto von Hokitika (nächster größerer Ort an der Küste) aus. Folgt man der Straße durch den Ort weiter, wird der Weg zu einer Schotterpiste, die durch einen dichten Wald am See entlang führt. Es gibt mehrere Möglichkeiten direkt ans Ufer zu fahren, die Wege sind jedoch sehr schmal.

Steg am Lake Kaniere bei Sonnenuntergang
Steg am Lake Kaniere bei Sonnenuntergang
vorheriger Beitrag

Spiegellose Vollformat­kameras von Panasonic: LUMIX S1R und S1

Nächster Beitrag

Rollei c5i Carbon Stativ im Test

Autor

Martin

Martin

Spezialisiert auf Landschaftsfotografie, insbesondere in Skandinavien, Benelux, Deutschland.

Keine Kommentare

Kommentar schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.